Häufige Fragen & Antworten
- Ist Rosazea heilbar?
Nein, Rosazea ist derzeit nicht heilbar, aber gut behandelbar. Es handelt sich um eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Symptome wie Rötungen, sichtbare Äderchen, Papeln und Pusteln können mit einer symptomorientieren Therapie jedoch deutlich gelindert und kontrolliert werden.
- Ist Rosacea ansteckend?
Nein, Rosazea ist nicht ansteckend – auch dann nicht, wenn sich entzündliche Knötchen (Papeln) oder Eiterbläschen (Pusteln) auf der Haut zeigen.
- Ist Rosacea erblich?
Ja, es gibt Hinweise darauf, dass Rosazea zum Teil vererbt wird. Eine Studie mit eineiigen Zwillingen zeigt, dass die Hälfte des Risikos für Rosazea durch die Gene bestimmt wird. Die andere Hälfte hängt von äußeren Faktoren ab – zum Beispiel von scharfem Essen, Alkohol oder Sport. Forscher haben auch bestimmte genetische Merkmale gefunden, die bei Menschen mit Rosazea häufiger vorkommen.
- Welche Medikamente werden bei Rosazea eingesetzt?
Bei milden Formen der Rosazea, die vor allem mit Rötungen oder kleinen Entzündungen (Knötchen und Bläschen) einhergehen, reichen äußerlich angewendete Cremes oder Gels (sogenannte Topika) häufig aus, um das Hautbild deutlich zu verbessern. Zu den gängigen Wirkstoffen zählen Brimonidin (gegen Rötungen), Ivermectin, Metronidazol und Azelainsäure, die entzündungshemmend wirken und je nach Hauttyp und Beschwerden eingesetzt werden.
Ist die Rosazea stärker ausgeprägt oder spricht sie auf die topische Therapie nicht ausreichend an, kann eine orale Medikation mit dem Wirkstoff Doxycyclin notwendig sein, um die Hautentzündung besser und schneller in den Griff bekommen. Eskalierend kann auch orales Isotretinoin zum Einsatz kommen.
- Kann man Rosazea lasern?
Ja, Rosazea kann mithilfe verschiedener Laser- und Lichttherapien effektiv behandelt werden. Je nach Ausprägung und Schweregrad der Erkrankung kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz.
Bei erweiterten feinen Gefäßen ist die Laserbehandlung mit einem gelben Laser (QuadroStarPRO® Yellow) besonders wirkungsvoll, da sie schonend und gezielt Gefäße veröden kann. Der Excel V® Laser eignet sich hervorragend zur Behandlung sowohl oberflächlicher als auch tieferer vaskulärer Läsionen. In schweren Fällen, etwa bei einem ausgeprägten Rhinophym (Knollennase), können CO₂- oder Erbium:YAG-Laser zur gezielten Abtragung eingesetzt werden. Für eine schonende Reduktion von Rötungen und sichtbaren Äderchen hat sich zudem die IPL-Therapie, auch als Blitzlampebekannt, bewährt. Eine weitere sanfte Option ist das Kleresca® Rosazea Treatment – eine schmerzfreie biophotonische Lichttherapie, die entzündungshemmend wirkt, die Haut beruhigt und die natürlichen Reparaturprozesse der Haut stimuliert.
Die Auswahl der geeigneten Methode sollte stets individuell und in Absprache mit einem spezialisierten Hautarzt erfolgen. - Wie lässt sich Rosacea effektiv behandeln – welche Methoden helfen wirklich?
Die Behandlung von Rosacea richtet sich individuell nach dem Hautbild und dem Stadium der Erkrankung. Ein erfahrener Dermatologe setzt dabei auf eine symptomorientierte Kombination verschiedener Verfahren. Dazu gehören medikamentöse Therapien, Laserbehandlungen wie CO₂-, Erbium:YAG- oder Excel V®-Laser, sowie moderne Lichttherapien wie IPL oder das Kleresca® Rosazea Treatment. Ergänzend können chemische Peelings, Mikrobotox oder – in bestimmten Fällen – eine Off-Label-Systemtherapie angewendet werden. Ziel der Rosazea Behandlung ist komplett erscheinungsfrei «clear» zu werden.
- Warum ist eine individuelle Behandlung bei Rosazea so wichtig?
Eine erfolgreiche Rosazea-Behandlung beginnt damit, dass wir als Arzt dem Patienten genau zuhören um zu verstehen, was den Patienten persönlich am meisten belastet. Oft gehen Patienten und Ärzte davon aus, dass sie dasselbe meinen – das ist aber nicht immer so. Die Ergebnisse der globalen Befragung „Rosazea: Beyond the visible (BURDEN) zeigt, dass Patienten bei Rosazea häufig andere Symptome als besonders störend empfinden, als Ärzte es annehmen würden.
Deshalb fragen wir gezielt: Was genau stört Sie im Alltag? Nur so können wir gemeinsam eine individuell passende Therapie entwickeln – sei es gegen Rötungen, Pusteln oder brennende Haut. Das individuelle Empfinden zählt – und es beeinflusst maßgeblich, wie zufrieden die Patienten mit der Rosazea-Behandlung sind. - Welche Hautpflege ist bei Rosazea geeignet?
Ideal sind leichte, nicht zu fetthaltige Produkte ohne reizende Zusatzstoffe. Duftstoffe, ätherische Öle und grobe Peelings sollten unbedingt vermieden werden. Stattdessen empfehlen sich milde, pH-hautneutrale Reinigungsprodukte und entzündungshemmende Seren. Ein täglicher, gut verträglicher Sonnenschutz ist ebenfalls sehr wichtig, da UV-Strahlung die Beschwerden verschlimmern kann.
Gerne beraten wir Sie individuell zur passenden Hautpflege in unserer Praxis.
- Welche Lebensmittel sollte man bei Rosazea meiden?
Bestimmte Lebensmittel können bei Rosazea- Patienten sogenannte „Flushs“ auslösen – also plötzliche Hautrötungen und Hitzegefühle. Welche Nahrungsmittel als Auslöser wirken, ist individuell verschieden. Häufig zählen jedoch scharfe Speisen zu den typischen Triggern. Auch Heißgetränke können durch ihre Temperatur einen Flush begünstigen. Alkohol, insbesondere Rotwein und Spirituosen, wirkt gefäßerweiternd und kann die Rötungen verstärken. Zudem reagieren manche Betroffene empfindlich auf histaminreiche Lebensmittel wie gereiften Käse, Rotwein oder geräuchertes Fleisch, da diese entzündliche Prozesse fördern können.
Ein Ernährungstagebuch kann helfen, persönliche Auslöser zu identifizieren und gezielt zu vermeiden – ein wichtiger Schritt zur langfristigen Kontrolle der Rosazea. - Was bezahlt die Krankenkasse bei Rosazea?
Bei der Erstattung der Rosazea Therapie gibt es Unterschiede zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung:
Gesetzliche Krankenversicherung
Medikamentöse Therapie
In der Regel übernehmen die Krankenkassen die Kosten für medizinisch notwendige Rosazea-Behandlungen – dazu zählen sowohl topische Wirkstoffe wie Metronidazol, Ivermectin, Brimonidin oder Azelainsäure als auch systemisch verabreichte Antibiotika.Laser- und Lichttherapie
Laser-, IPL- und andere Lichttherapien werden von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht erstattet.Private Krankenversicherung
Bei privat Versicherten hängt die Kostenübernahme für Laser- oder Lichtbehandlungen bei Rosazea von den individuellen Vertragsbedingungen ab. Viele private Krankenversicherungen erkennen diese Therapien als medizinisch sinnvoll an und übernehmen die Kosten ganz oder teilweise.




