Aknenarben können bei Betroffenen das Selbstbewusstsein stark beeinträchtigen und zu emotionalem Stress führen.
Aknenarben Behandlung

Wie wir Ihnen helfen können?
Aknenarben – Entstehung und Typen
- Wie entstehen Aknenarben?
Aknenarben entstehen, wenn entzündliche Akne die tieferen Hautschichten beschädigt. Die Ursache liegt oft in stark entzündeten Pickeln, Pusteln oder Zysten, wie sie bei schwerer Akne vorkommen. Grundsätzlich kann aber jeder Schweregrad der Akne mir der Entstehung von Narben einhergehen – umso wichtiger ist eine konsequente Therapie der Akne, von Anfang an. Denn besonders gefährdet ist die Haut, wenn Entzündungen nicht rechtzeitig behandelt werden oder der natürliche Heilungsprozess gestört ist.
Der Prozess in drei Schritten:
Entzündung:
Akne beginnt meist mit verstopften Poren. Talg, abgestorbene Hautzellen und Bakterien (Cutibacterium acnes) führen zu Entzündungen. Je ausgeprägter diese sind, desto größer ist das Risiko, dass Narben zurückbleiben.Gewebeschädigung:
Bei starker Akne, etwa mit Knoten oder Zysten, wird das umliegende Hautgewebe nachhaltig verletzt. Die Haut versucht, den Schaden zu reparieren, doch bei tiefen Entzündungen gelingt das nicht immer narbenfrei.Kollagenbildung:
Die Haut bildet zur Heilung neues Kollagen. Wird dabei zu wenig oder zu viel des falschen Kollagentyps gebildet, entstehen sichtbare Narben: entweder eingesunken (atrophisch) oder wulstartig (hypertroph bzw. Keloid). - Welche Typen von Aknenarben gibt es?
Durch eine Akne können unterschiedliche Arten von Narben entstehen – vor allem atrophe, weniger häufig aber auch hypertrophe Narben oder Keloide. Im Gesichtsbereich handelt es sich meist um atrophische Narben, also eingesunkene Narben, die durch den Verlust von Kollagen und Gewebe entstehen. Typische Formen sind Rolling Scars, Boxcar- oder Ice-pick-Narben.

Aknenarben Behandlung
Wichtig: Die Behandlung von Aknenarben ist komplex und erfordert ein individuell abgestimmtes Vorgehen. Es gibt nicht die eine Methode, die so effektiv ist, dass sie alle anderen überflüssig machen würde. Narben unterscheiden sich in Tiefe, Form, Ursache und Hauttyp. Daher ist ein multimodaler Ansatz meist der Schlüssel zum Erfolg
- RF-Microneedling
Das Radiofrequenz-Microneedling eignet sich zur Behandlung eines breiten Spektrums von Aknenarben und zeigt besonders gute Ergebnisse bei Rolling Scars und Boxcar-Narben. In unserer Praxis setzen wir RF-Microneedling häufig als ersten Schritt der modularen Aknenarbenbehandlung ein. Die Methode verursacht minimale Ausfallzeiten und ermöglicht es, die Therapie flexibel mit Laserbehandlungen, IPL oder Peelings fortzusetzen oder zu kombinieren.
- Fraktionierte Laser und IPL
Prof. Dr. Gerber ist auf die Lasertherapie von Aknenarben spezialisiert und bietet individuell abgestimmte Behandlungspläne mit modernster Lasertechnologie an.
Je nach Narbentyp, Hautbild und Tiefe der Veränderungen kommen verschiedene Lasersysteme zum Einsatz – darunter der ultrakurz-gepulste fraktionierte CO₂-Laser (Lumenis Encore), der Erbium:YAG-Laser (kalte Ablation), der fraktionierte Erbium:Glass-Laser (Lumenis ResurFX), der fraktionierte Thullium-Laser, Pico-Laser im fraktionierten LIOB-Modus sowie verschiedene Gefäßlaser und IPL (Intense Pulsed Light).Während der CO₂-Laser besonders effektiv bei tiefen Narben durch gezielte Abtragung der Hautschichten wirkt, stimuliert der Erbium:Glass-Laser die Kollagenneubildung in tieferen Hautschichten mit minimaler Ausfallzeit. Pico-Laser eignen sich hervorragend zur feinen Strukturverbesserung und Porenverkleinerung, während IPL und Gefäßlaser gezielt bei Rötungen und Pigmentverschiebungen im Rahmen postinflammatorischer Akne eingesetzt wird.
- Chemische Peelings – TCA Cross (chemical reconstruction of skin cars) und Phenol
TCA CROSS ist ein gezieltes Verfahren zur Behandlung tiefer Aknenarben. Dabei wird hochkonzentrierte Trichloressigsäure (TCA 50–90 %) mit einem feinen Applikator präzise auf den Boden und die Ränder der Narbe aufgetragen. Dies löst das verhärtete Narbengewebe auf und regt die Haut dazu an, sich neu zu strukturieren und schrittweise zu regenerieren. Die Behandlung kann alle zwei bis vier Wochen wiederholt werden, sobald die Haut abgeheilt ist. Für ein optimales Ergebnis sind in der Regel 3 bis 6 Sitzungen erforderlich.
TCA CROSS wird häufig mit anderen Methoden kombiniert, z. B. mit RF-Microneedling, fraktionierten CO2-Lasern oder chirurgischen Verfahren wie Subzision und Fillern – teilweise sogar in derselben Behandlungssitzung.Neben dem TCA CROSS werden auch Fruchtsäuren sowie Salicylsäure zur Behandlung von Aknenarben eingesetzt.
- Subzision (chirurgisch)
Die Subzision ist ein chirurgischer Eingriff, der unter lokaler Betäubung durchgeführt wird. Mit einer speziellen stumpfen Kanüle oder – bei stärker fixierten Narben – mit einer sogenannten Nokor-Nadel werden narbige Verwachsungen und Einziehugnen unter der Haut vorsichtig gelöst. Narbenstränge werden gezielt durchtrennt. Die Behandlung ist wirksam zur Anhebung von fixierten Rolling-Narben, die nach schwerer Akne entstehen können.
- Filler Unterspritzung
Einige Narben sind nicht nur durch faserige Stränge eingesunken, sondern auch durch Atrophie (Verlust von Kollagen, Fett und Volumen). In solchen Fällen kann die Subzision mit der Injektion eines Fillers unter jede Narbe kombiniert werden. Der Filler dient dabei als Puffer, um die Neubildung von Narbensträngen zu verhindern. Diese Technik nennt sich „Subzisions-Filling“ und kann nach 3 Monaten oder später wiederholt werden. In der Regel werden hierfür Filler auf Hyaluronsäure-Basis verwendet.
In anderen Fällen kann aber auch die Behandlung mit anderen Fillern oder Injectables sinnvoll sein: PRP oder Polynukleotide (PolyPhil, Croma) unterstützen Wundheilung und Regeneration, Kollagenbiostimuatoren wie Calciumhydroxylapatit (Radiesse, Merz) oder Poly-L-Milchsäure (Sculptra, Galderma) unterstützen die das Kollagenremodelling und die Restrukturierung der Haut und können somit die Effektivität der anderen Verfahren (Laser, Peeling, Needling) verbessern. - Retinoide
Retinoide (z. B. Tretinoin, Trifaroten, Retinol) können die Zellerneuerung der Haut anregen, die Kollagenproduktion fördern und so die Hautstruktur langfristig verbessern. Bei regelmäßiger Anwendung über mehrere Monate kann sich die Haut glätten, feine Narben können sich abflachen und das Hautbild wird insgesamt ebenmäßiger. Retinoide wirken außerdem vorbeugend gegen neue Unreinheiten, was besonders wichtig ist, um die Entstehung weiterer Narben zu verhindern.

Die Behandlung von Aknenarben erfordert Erfahrung und Fachkenntnis und sollte ausschließlich durch spezialisierte Fachärzte erfolgen. Häufig ist es sinnvoll, verschiedene Methoden zu kombinieren, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen.
Prof. Dr. Peter Arne Gerber
Fragen & Antworten
- Welche Behandlung hilft bei Aknenarben?
Es gibt eine Reihe an Methoden zur Behandlung von Aknenarben. Welche am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie Narbenart, Narbentiefe und individuellen Patientenbedürfnissen ab. Auch die Bereitschaft eine gewisse Ausfallszeit (Downtime) in Kauf zu nehmen spielt bei der Wahl der Methode eine wichtige Rolle. Besonders bewährt haben sich folgende Verfahren:
- RF-Microneedling
- Klassisches Microneedling (+PRP)
- Fraktionierte Laser (CO2-Laser, Erbium:Glass-Laser, Pico-Laser)
- Gefäßlaser (ExelV)
- IPL (Intense Pulsed Light)
- Chemische Peelings (TCA-Cross, TCA, Phenol Peel)
- Subzision
- Unterspritzung mit Fillern
- Retinoide
- Aknenarben oder Pickelmale – Was ist der Unterschied?
Sowohl Aknenarben als auch Pickelmale können als Folge von Akne auftreten, unterscheiden sich aber deutlich:
Pickelmale (auch postinflammatorische Hyperpigmentierung und Erytheme) sind meist rötlich oder bräunlich verfärbte Hautstellen, die nach einem Pickel zurückbleiben.
Aknenarben entstehen, wenn die Hautsturktur nach aknebedingter Entzündung dauerhaft geschädigt ist. Die Narben sind in der Regel eingesunken (atroph) und bleiben dauerhaft, wenn sie nicht behandelt werden.
- Kann man Aknenarben lasern?
Ja, Aknenarben können mithilfe moderner Laserbehandlungen deutlich verbessert werden. Besonders bewährt haben sich sogenannte fraktionierte Laser, wie der CO2- oder Erbium:YAG-Laser. Dabei bestimmt die Wellenlänge, wie der Laser auf die Haut wirkt. Sowohl Erbium- als auch CO2-Laser sind ablativ, das heißt, sie entfernen entweder Teile der Haut (fraktionierte Behandlung) oder die gesamte oberste Hautschicht (Resurfacing).
In unserer Praxis in Düsseldorf kommt außerdem der fraktionierte Pico Laser zum Einsatz. Im Gegensatz zu CO2- oder Erbium-Lasern, wirkt der Pico-Laser tiefer in der Haut, ohne die Hautoberfläche zu verletzen (weniger Ausfallzeit).
Neben den klassischen Lasersystemen kann IPL unterstützend eingesetzt werden, insbesondere bei frischen Aknenarben mit Rötungen,. - Zahlt die Krankenkasse die Behandlung von Aknenarben?
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht. Private Krankenkassen können – je nach Behandlungsmethode und individuellem Tarif – die Kosten ganz oder teilweise erstatten.
- Welche Creme hilft bei Aknenarben?
Keine Creme kann tiefe, eingesunkene Narben vollständig entfernen, aber es gibt Wirkstoffe, die bei regelmässiger Anwendung die Haut sichtbar verbessern können. Dazu zählen vor allem Retinoide (z.B. Retinol oder verschreibungspflichtiges Tretinoin, Adapalen oder Trifaroten).
- Wie lange dauert es, bis Aknenarben weg sind?
Die Dauer bis Aknenarben deutlich gemildert sind, hängt stark von der Narbenausprägung, dem individuellen Hauttyp und der gewählten Behandlungsmethode ab. Einige Narben können sich innerhalb weniger Wochen verbessern, während es bei anderen Monate oder sogar Jahre dauern kann.
Wichtig: Eine komplette „Heilung“ im Sinne von völlig narbenfreier Haut ist selten, aber deutliche Verbesserungen sind mit modernen Behandlungstherapien realistisch erreichbar. Je früher man beginnt und je konsequenter man vorgeht, desto besser sind die Ergebnisse.
- Kann man Aknenarben vorbeugen?
Ja, etwa 40% der Akne-Betroffenen haben Narben. Wer bei ersten Anzeichen von Akne rechtzeitig eine dermatologische Praxis aufsucht, kann inflammatorischen Läsionen sowie das Narbenrisiko deutlich senken.



